Mon, 23.02.2009
Doors Open: 20:00
LICHTER (D) + GISBERT ZU KNYPHAUSEN (D)
Price: AK 12€ VVK 10€
TICKETS AUCH IN JEDER BA-CA ERH?LTLICH!
DJ's INDIEaner Sound

pr?sentiert von FM4 und SUBSOUND

Lichter sind heimtueckisch. Sie treiben Spielchen mit dem Hoerer. Der Bandname klingt erst mal nach Frohsinn. Doch weit gefehlt: Hier werden die verborgenen dunklen Winkel ausgeleuchtet. Nehmen wir nur einmal den ersten Song ihres Debuet-Albums: Die Musik ist kraftvoll und erhaben, grosser Indiepop, mit draengenden Gitarren und treibendem Schlagzeug, harmonisch kunstvoll aufgeschichtet, euphorisierend. Und dann singt Mathias Mauerberger mit seiner festen weichen Stimme von einem "Leeren Raum", der das lyrische Ich schon seit der Kindheit verfolgt, ohne Tueren und Fenster. Die totale Vereinzelung.

Das Schlimme ist, dass dieser Raum sogar die Zweisamkeit beeintraechtigt: "Immer oefter, wenn wir uns beruehren, spuer ich den leeren Raum zwischen unserer Haut". Da schnuert es einem die Kehle zu. Textlich geht das meist so weiter: Resignation, an der man sich waermen kann, so widerspruechlich das klingen mag. Der vorletzte Song bringt das Phlegma einer Generation dann auf den Punkt: "Diese Welt ist nicht mehr fuer uns reserviert, alle Plaetze belegt und nichts garantiert,(....)Nur wer hat uns befohlen, in diesen Zeiten so ruhig zu bleiben"?(...) Was Lichter beweisen, ist, dass die Kategorie Deutschpop trotz deutscher Texte hinfaellig werden kann. Die Band spielt in einem Raum, der drei Stockwerke ueber nationalen Begrenzungen schwebt. Kein leerer Raum, sondern ein Raum voll von Inspiration und Empfindung.
Oliver Minck ?ber LICHTER

GISBERT ZU KNYPHAUSEN
?Junge M?nner ? die gef?hrlichste Spezies der Welt? alarmierte vor einigen Wochen ein Hamburger Nachrichtenmagazin seine Leser. Als w?rden halbw?chsige Killer in Rudeln durch die Stra?en streifen, immer auf der Suche nach Opfern und stets mit Lust auf den schnellen, ultrabrutalen Kick. Man k?nnte endlose Abhandlungen schreiben, ?ber diese Projektionen und Angst-Phantasien. Doch wir wissen nur zu gut, dass junge M?nner auch die liebenswerteste Spezies der Welt sein k?nnen. Um den Beweis anzutreten st?rzen wir uns ins Hamburger Karo-Viertel, wo sich die Guten und die B?sen manchmal um ein und denselben Tresen dr?ngen.

In einem leicht futuristischen Neubau ? der zwischen den ganzen abgefuckten Altbauten und brutalen j?ngeren Architektur-Verbrechen regelrecht herausstrahlt ? befindet sich der Plattenladen ?Hanseplatte?. Hier wird noch immer Vinyl bevorzugt und kompetente Beratung versteht sich von selbst. Viele Bands, deren Musik hier verkauft wird, schauen auch selber gerne mal rein ? als Kunden.

Heute hat ?Hanseplatte? l?nger ge?ffnet, denn heute ist Konzert. Aber vielleicht ist Konzert ja auch ein viel zu gro?es Wort f?r dieses intime Zusammentreffen von vielleicht 60 oder 70 jungen Menschen. Sie kauern auf dem Fu?boden, sitzen auf dem Tresen, quetschen sich im Raum. Ein paar notorische Raucher stehen sogar vor der T?r, wo man auch noch ganz gut h?rt. Und das alles wegen eines 28-j?hrigen Songwriters, der bisher blo? ein paar Songs in Eigenregie ver?ffentlicht hat: Gisbert zu Knyphausen. Ja, den Namen kann man sich ruhig erst mal auf der Zunge zergehen lassen, denn er ist nicht nur klangvoll, sondern auch so echt und authentisch wie der junge Mann selbst. Gisbert sieht ein bisschen so aus, wie Hollywoodstars auf Paparazzi-Fotos: Leicht verstrubbelt und verstoppelt, verwaschene Jeans, verkrumpeltes T-Shirt ? was ihm verdammt gut steht. Doch die vielen M?dchen im Publikum sehen in ihm trotzdem keinen Posterboy, sondern einen Musiker und Songwriter, dessen Lieder sie so gut kennen, dass manche mitsingen oder sich bestimmte Songs w?nschen.



Link: http://www.myspace.com/lichtermusik
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