Wed, 03.10.2012
Doors Open: 20:00 | Hans im Glück: 22:30
HANS IM GLÜCK (A)
Price: AK 13€ VVK 10€
also available at Bank Austria & Jugendinfo
danach ElektroUNI

Holt die Seismometer raus!
Hans im Glück kommt mit dicker Hose, fetten Beats und einer guten Portion Selbstironie.
„Hans im Glück“ ist ein klassisches Märchen, das die gleichnamige Band in eine moderne Diskofabel verwandelt. Unser Hans, in seiner naiven, spontanen Art, stolpert gekonnt über Tanzflächen, Filmsets und das politische Parkett Wiens und läßt dabei den bisweilen starke Blähungen verursachenden Zeitgeist durch sich durch fließen. Er ist gestylt und hält sich für den größten und doch merkt man, dass er neben seinen Schuhen steht.
„Hans zog sein Tüchlein aus der Tasche, wickelte den Klumpen hinein, setzte ihn auf die Schulter und machte sich auf den Weg“ (Gebrüder Grimm)
Hans im Glück sind Hans Wagner (Text, Gesang) und Vlado Dzihan (Musik, Produktion). Vlado und Hans lernten sich 2010 auf einem Konzert einer Band von Hans („Neuschnee“ - (kammermusikalischer Klassik-Punk)) kennen und beschlossen ihre musikalischen Welten kollidieren zu lassen.

Die Songs
Sie eröffnen ihr Debutalbum mit einer klaren Ansage: „Schwing mit“. Und es schwingt auch wirklich alles mit „Box wackelt, Zimmer wackelt, Haus wackelt, Straße bebt, Arsch wackelt, Beine zappeln, ja, da merkt man, dass man lebt“.
„Ich will brennen“: Hans will was bewegen und zündet sich an – an beiden Enden. Aufbruchstimmung.

„Hans im Glück“ ist das Märchen und Titelstück, in dem das Märchen auf das hier und jetzt übertragen wird: Er kündigt seinen Job und setzt alles auf eine Karte: Popstar.
„Zwei bunte Vögel“ bedient sich einer cineastischen Sprache. Ein Drehbuch zu der Geschichte eines ungleichen Paares. Mit einem offenen Ende.
Ich muss raus“: Der frischgebackene Hans im Glück hat seine erste Sinnkrise. Unruhig schlurft er durch die Stadt. Er grübelt. Er heckt was aus. Er bringt sich in Form. Ein Gewitter naht. Prometheus kommt.
„Gärtner“ ist ein poetischer Geschlechtsverkehr.
Im Intro von „Extra“ wird schliesslich ausgesprochen, was zuvor schon zwischen den Zeilen mitschwingt: „Die Erde dreht sich um mich, Alda. Die Sonne kann scheissen gehen.“ Hans im Glück geht zurück in den Club und alle Mädels sind nur wegen ihm da. Natürlich. Dita von Ma aka Madita Couch Records‘ First Lady schmachtet ihn stellvertretend für alle Frauen an. Hans im Glück, die Extra-Wurst. Dickes Ding.
„Alles in Ordnung“: Die Ordnung, die nicht stimmt. Ja oder Nein, aber kein Jein. Traurig. Der Schatz auf dem Grund.
„Morgengedicht“: Hans frühstückt sich „nach einer langen und lauten Nacht“ den Restalkohol aus dem Kopf, raucht einen Joint und entlässt uns nach seiner Irrfahrt wieder in unsere eigene Odyssee.
„Vienna“ ist eine Anklage und Liebeserklärung gleichermaßen. An die Stadt. An ihre Politik. An ihre Menschen. An ihren großen Schatten. Und an ihr Licht.
Die Moral von der Gschicht':
„Hans im Glück“ ist eine moderne Popfabel zwischen Exzentrik, Irrfahrt und Party. Gepaart mit einer subversiven, kritischen Kraft, die aus einer Selbstironie gespeist wird und auch politische Dimensionen annimmt. In Summe ist das Album damit ein gewagter und brillanter Drahtseilakt, der die Gesellschaft der „modern Performer“ und deren sinnleere Geld- und Machtfixierung (auf Kosten der Gemeinschaft) ebenso gekonnt aufs Korn nimmt, wie die Typen, die in der U-Bahn ihre Lässigkeit durch den ganzen Waggon schreien müssen. Da sind sie: die Archetypen unserer modernen Zeit. Der himmelschreiende Auswurf der Leistungsgesellschaft gibt ein gigantisches Fest und Hans im Glück macht die Musik dazu.
„So glücklich wie ich,' rief er aus‘, gibt es keinen Menschen unter der Sonne.' Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun fort, bis er bei sich war.“ (Gebrüder Grimm)
Happy End. Muß ja.

Link: http://www.hansimglueck.at/
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